St.-Waldetrudis-Kirche

Passier Borreman (1470-1537)

Retabel des Heiligen Crispinus und des Heiligen Crispinianus
Retabel van de heilige Crispinus en de heilige Crispinianus van Passier Borreman (detail)


Sie suchen einen echten Blickfänger? Die St.-Waldetrudiskirche in Herentals mit ihrem Turm aus dem 14. Jahrhundert ist ein Beispiel Brabanter Gotik und wird Sie mit Sicherheit bezaubern. Auch im Innenraum finden sich schöne Kunstwerke, wie zum Beispiel das Retabel des Schnitzermeisters Passier Borreman. Schauen Sie vorbei in der St.-Waldetrudiskirche und bewundern Sie die detaillierten Figuren.

St.-Waldetrudiskirche

Die St.-Waldetrudiskirche, im Volksmund „Bovenkerk“ (Obere Kirche) genannt, ist eine der Brabanter Gotik zugeordnete Kreuzbasilika aus weißem Stein. Sie ist reich mit Brüstungen, Wasserspeiern, Nischen und Türmchen verziert. Auffallend ist die Lage des Turms zwischen Chor und Kirchenschiff. Dieser Turm ist das einzige Überbleibsel der ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kirche und scheint im Kirchenschiff zu versinken. Die Kirche beherbergt eine erstaunlich große Anzahl besonderer Kunstschätze. Das liegt an den Zünften, Handwerksgilden und Bruderschaften, die hier einen Altar hatten.

Retabel des Heiligen Crispinus und des Heiligen Crispinianus

Dieses Retabel aus der Periode 1515-1525 ist der wertvollste Besitz der Kirche. Der Brüsseler Holzbildhauer Passier Borreman schuf es für das Handwerk der Schuhmacher und Gerber. Es stellt das Martyrium ihrer beiden Schutzheiligen aus der Römerzeit dar, Crispinus und Crispianus. Vermutlich wurde das Retabel entgegen der Tradition nie polychromiert. Es ist eines der seltenen signierten Retabeln: Borreman schnitzte seinen Namen in zwei der Figuren.

Verziertes Holzaltargemälde mit kunstvollen religiösen Schnitzereien und detaillierten biblischen Szenen, eingerahmt von gotischen Bögen und gekrönt mit Kreuzen.

Die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria – zugeschrieben an Theodoor van Loon (ca. 1582-1649)

Im südlichen Chorumgang finden Sie dieses wunderschöne Werk aus dem 17. Jahrhundert. Das Königliche Institut für Kunstpatrimonium sorgte 1981 für die Restaurierung. Man erkennt die Stilmerkmale von van Loon. Der Barockmaler hielt sich zweimal in Italien auf, von 1602 bis 1608 und von 1628 bis 1629. Das erklärt, warum der Einfluss von Caravaggio in seinem Werk so präsent ist. Van Loon betont die intensiven Emotionen zusätzlich durch den Einsatz von Hell-Dunkel-Kontrasten. Er konzentrierte sich auch stark auf den Lichteinfall, wodurch die Figuren fast dreidimensional erscheinen. Was den Stil von Theodoor van Loon hier so auszeichnet, sind die Details in der Kleidung und die Bewegung in der Körperhaltung seiner Figuren. Er liebte theatralische Kompositionen. Maria ist in dem Gemälde am prominentesten vertreten. Sie strahlt freundliche Empfänglichkeit aus. Bei dem geflügelten Engel Gabriel fallen vor allem die Gewänder auf. Sie sind so detailliert gemalt, dass man sie fast berühren kann. Achten Sie auch auf die Augen der Katze: Sehen Sie, wie sie Ihnen folgt?

Eine Frau kniet mit blauem Umhang über rotem Kleid und schaut auf eine geflügelte Figur in goldenem Gewand. Cherubim schweben darüber und schaffen eine ruhige, göttliche Szene.

Praktische Informationen

Adresse

Kerkplein z/n
2200 Herentals
Belgien
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Öffnungszeiten

  • Von Juni bis September, Fr-So, von 14 bis 17 Uhr.

Barrierefreiheit

  • Für Menschen mit einer Behinderung einfach zugänglich.

Gut zu wissen

  • Eintritt: gratis

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