Schloss Gaasbeek

Ruhige Parkszene mit einer kleinen weißen Kapelle, umgeben von üppigen grünen Bäumen, die sich in einem stillen Teich unter strahlend blauem Himmel spiegeln. Enten schwimmen im Vordergrund.

Es gibt besondere Orte und besondere Orte. Hoch über dem hügeligen, grünen Pajottenland thront Schloss Gaasbeek. Jeder Stein dort atmet Geschichte, und schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis. Wussten Sie, dass Sie dort Rubens‘ Testament einsehen können? Vergessen Sie bei Ihrem Besuch nicht den großen Museumsgarten. Er ist ein gutes Beispiel für lebendiges Kulturerbe.

Ein Engel mit goldenen Flügeln deutet auf eine ruhige Frau in rotem und blauem Gewand, die ein Kind hält. Eine kniende, betende Frau blickt nach oben, umgeben von Cherubim.

Sint-Gertrudiskapel

Schloss Gaasbeek befindet sich in einem 49 Hektar großen Park aus dem 17. Jahrhundert, der sich sowohl durch beeindruckende Alleen als auch durch schmale Wanderwege auszeichnet. Die barocke Kapelle, die Gloriette mit ihrer einzigartigen Stuckdecke, die neogotische Scheune, das Achteck und der klassizistische Triumphbogen stehen historisch mit dem Schloss in Verbindung. Drei große Teiche ergänzen das Anwesen. Hier findet man Ruhe und Entspannung.

Die Vision der Heiligen Gertrud - Gerard Seghers

Die frühmittelalterliche Heilige Gertrud von Nivelles war für ihre Gastfreundschaft gegenüber Pilgern bekannt. Sie ließ Kirchen, Kapellen, Schulen und Gasthäuser bauen und sorgte für Arme und Bedürftige. Gertrud kannte die Bibel sehr gut und hatte als Mystikerin Visionen, wie auf diesem Bild dargestellt. Sie wurde gegen Ratten und Mäuse, Fieber und Geisteskrankheiten angerufen. Die Heilige wird mit Ratten an ihrem Stab abgebildet. Der Barockmaler Gerard Seghers malte im Stil von Caravaggio und Rubens. Bis zum Abschluss der aktuellen Klimastudie hängt eine Reproduktion dieses Gemäldes in der Sint-Gertrudiskapel. Diese Reproduktion tut Gerard Seghers als Meistermaler jedoch keinen Abbruch.

Gloriette – Stuckdecke

In der Nähe des Schlosses befindet sich die Gloriette, die 1625 von René de Renesse erbaut wurde. Der Graf nutzte dieses luxuriöse Gartenhaus zur Unterhaltung seiner Gäste. Seinen Reichtum stellte er unter anderem anhand der mit Blumen, Früchten, Masken und mythologischen Figuren verzierten Stuckdecke zur Schau. Stuck, eine Mischung aus Gips und pulverisiertem Marmor, und Mosaik waren im 17. Jahrhundert eine im Norden eher seltene Kombination. Die mythologischen Figuren erzählen die Geschichte von Phaeton aus den Metamorphosen von Ovid. Phaeton, der Sohn des Sonnengottes Helios, wollte eines Tages mit dem Sonnenwagen fahren. Helios warnte seinen Sohn, dass nur er, Helios, den Wagen lenken könne. Doch Phaeton hörte nicht auf ihn. Schon bald wurde der Wagen unkontrollierbar und setzte die Erde in Flammen. Deshalb sah sich Zeus gezwungen, Phaeton mit Blitz und Donner zum Stehen zu bringen. Phaeton flog aus dem Sonnenwagen und starb.

 

Verziertes weißes Steinschnitzwerk mit einer engelhaften Figur und komplexen floralen Motiven. Die detaillierte Handwerkskunst vermittelt Eleganz und Ehrfurcht.
Verziertes weißes Steinschnitzwerk mit einer engelhaften Figur und komplexen floralen Motiven. Die detaillierte Handwerkskunst vermittelt Eleganz und Ehrfurcht.

Praktische Informationen

Adresse

Kasteelstraat 40
1750 Lennik
Belgien
Wegbeschreibung anzeigen

Öffnungszeiten

  • Vom 2. Juli bis 5. November jeden Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr.

  • Die St.-Gertrud-Kapelle kann von April bis Oktober besichtigt werden, jeden 1. Sonntag im Monat, von 13.00 bis 17.00 Uhr.

Barrierefreiheit

  • Ist leicht zugänglich.

Weitere Informationen

Gut zu wissen

  • Eintritt Kapelle: gratis

  • Eintritt Schloss: 12 ,- € Standardtarif

  • Eintritt Museumsgarten: 7 ,- € Standardtarif

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