Emile Van Dorenmuseum

Haus der Landschaft und Kunst

Pastorale Landschaft mit weidenden Kühen nahe einem Teich, im Hintergrund ein Kirchturm. Bewölkter Himmel vermittelt eine ruhige, friedliche ländliche Stimmung.

Genk war früher ein echtes Malerdorf. Ende des 19. Jahrhunderts kamen die tonangebenden Landschaftsmaler Belgiens und weit darüber hinaus nach Genk, um die Landschaft einzufangen. Noch heute kannst du diese besonderen Orte entdecken.

Ein ruhiges Landschaftsgemälde zeigt ein sumpfiges Feld mit Wasserflächen und entfernten Bäumen unter einem sanften, bewölkten Himmel und vermittelt eine friedliche, ruhige Stimmung.

Emile Van Dorenmuseum

Das Emile-Van-Doren-Museum ist in der Villa Le Coin Perdu untergebracht, dem ehemaligen Künstlerhaus mit Atelier des Landschaftsmalers Emile Van Doren. Entworfen wurde das Haus vom Architekten Adrien Blomme. Die ursprünglichen Möbel, Ziergegenstände und zahlreiche Gemälde sind in ihrem ursprünglichen Kontext erhalten geblieben. Das Emile-Van-Doren-Museum ist ein lebendiges Museum, das nicht nur auf die Vergangenheit zurückblickt, sondern auch einen aktuellen und zeitgenössischen Bezug herstellt. 

Blühender Gagelstrauch - Emile Van Doren (1865-1949)

Der 1865 geborene Emile Van Doren wuchs in Brüssel auf, in der Nähe der Onze-Lieve-Vrouw-Ter-Kapellekerk (Kapellenkirche). Die Schönheit der Landschaft De Kempen sah er zum ersten Mal 1890, nachdem er Genk besucht hatte. Wegen der besonders malerischen Landschaft war Genk bei Künstlern sehr beliebt. Van Doren meinte sogar, Genk sei wie geschaffen für die Malerei. Diese Aussage sollte sein weiteres Leben bestimmen. Er zog nach Genk und lernte dort seine Frau Cidonie Raikem kennen. Van Doren war ganz fasziniert von der wunderschönen Landschaft, die immer wieder im Mittelpunkt seiner Arbeit stand. Das Werk Bloei van de gagel (Blühender Gagelstrauch) ist eines dieser Werke. Die üppigen Farben und die ausgeprägte Maltechnik zeigen die Beweglichkeit der Elemente.

Porträt eines Mannes mit kurzem braunem Haar in formeller Kleidung, mit grauem Sakko und weißem Hemd vor einem gedämpften Hintergrund. Der Ausdruck ist nachdenklich.
Ovales Porträt einer Frau mit kurzen grauen Haaren, die eine lavendelfarbene Bluse und einen weißen Schal trägt, Eleganz und Wärme ausstrahlend, vor dunklem Hintergrund.

Porträt von Emile Van Doren - Herman Richir (1866-1942)

Die raffinierte Porträtkunst von Herman Richir ist unter anderem auch im Emile-Van-Doren-Museum zu bewundern. Zwei seiner Porträts hängen in der Villa Le Coin Perdu. Eins davon ist das Porträt von Emile Van Doren. Es befindet sich nicht zufällig im Emile-Van-Doren-Museum; die beiden Künstler waren befreundet. Richir besuchte die Familie oft in Genk, wo er die Landschaft De Kempen malte, die er bewunderte. Dennoch galt seine Aufmerksamkeit vornehmlich Porträts, Stillleben, Genrebildern, Akten und dekorativen Werken.

Porträt von Cidonie Raikem - Herman Richir (1866-1942)

Cidonie Raikem bewirtschaftete einen Gasthof an der Statiestraat in Genk. 1898 heiratete Emile Van Doren sie und machte zusammen mit seiner Frau aus dem Gasthof ein Hotel. Hotel des Artistes war ein Ort der Begegnung, wo der Kreativität keine Grenzen gesetzt wurden. Künstler, Schriftsteller und Touristen kamen von überall hierher.

Ein ruhiges Landschaftsgemälde zeigt ein Sumpfgebiet mit grasbewachsenen Feldern, verstreuten Wasserflächen und entfernten Gebäuden unter einem bewölkten Himmel und vermittelt eine ruhige, nachdenkliche Stimmung.

Blick auf den Mühlteich - Joseph Coosemans

Das Gemälde Zicht op de Molenvijver (Blick auf den Mühlteich) von Joseph Coosemans zeigt eine Sumpflandschaft im Jahr 1891. Im Hintergrund sieht man das Kempener Dorf Genk und die unzählig oft gemalte Turmspitze der Sint-Martinuskerk (Martinskirche). Nur einen Steinwurf vom Museum entfernt kann man den Ort noch wiederfinden.

Praktische Informationen

Adresse

Henri Decleenestraat 21
3600 Genk
Belgien
Wegbeschreibung anzeigen

Öffnungszeiten

  • Mi-So, von 13:30 bis 17:30 Uhr.

Barrierefreiheit

  • Für Menschen mit einer Behinderung teilweise zugänglich.

Weitere Informationen

Gut zu wissen

  • Eintritt: gratis

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